A Platz für d'Sproch, 's Land ond d'Lebensart vo de Schwoba — ond dafür, dass des net verlora goht. Heimat isch koi Punkt auf dr Kart. Heimat isch a Klang.
Streuobstwiesa ond Weinberg, Fachwerk ond Sandschtoi, d'Schwäbisch Alb über allem. Do wird gspart, gschafft ond düftelt — ond am Sonntig dr Moscht aufgmacht. 's Land formt da Mensch, ond dr Schwob formt zruck: ordentlich, beharrlich, mit'm Aug fürs Detail.
's -le am End, 's woiche „isch", 's „gell?" am Satzend. 's Muggeseggele als kloinschte Maß. Schwäbisch isch koi falsches Deutsch — 's isch älteres, dichteres Deutsch, voller Wörter, für die's Hochdeutsche koine hot.
A Sproch schtirbt net laut. Se verschtummt leis, a Wort nachem andra. Drom schwätzet mr weiter.
Sparsamkeit isch koi Geiz, sondern Reschpekt vor dem, was mr sich erschafft hot. D'Kehrwoch isch koi Schikan, sondern Ordnung als Gmoisinn. Ond dr Düftlergeischt — vom Daimler bis zom Bosch, vom Zeppelin bis zom Werkschtättle om d'Eck — isch dia gleich Schturheit, die sait: 's goht scho. Mr muass 's bloß ordentlich macha.
Maultascha ond Spätzle, Linsa mit Saita, Gaisburger Marsch, dezua a Viertele Trollinger oder a Glas Moscht. 's muass net deuer sei. 's muass vo Hand gmacht sei, reichlich, ond schmecka nach dahoim.
Schick's ons. Mir sammlet Wörter, Sprüch ond Gschichta — ond freit ons über jede Zuaschrift.
A Sproch lebt, solang se an oim Küchadisch weitergsait wird. Schwätzet mit de Kinder Schwäbisch. Schreibt's auf. Lachet drüber. A Hoimat, die mr pflegt, vergoht net.